Ausstellung in Echt-Susteren

Am Mittwoch, dem  14. November 2018 findet um 19.30 Uhr ein Vortrag “De Dodendraad: elektrische draadversperring aan de Belgisch-Nederlandse grens tijdens Wereldoorlog I“ (frei übersetzt: der Totendraht:  Hochspannungsabsperrung an der belgisch-niederländischen Grenze im ersten Weltkrieg) im Museum van de Vrouw in Echt (NL) statt. Der Vortrag wird von Prof. Dr. Alex Vanneste (Universität Antwerpen) gehalten.

An der belgisch-niederländischen Grenze war es zu Beginn des ersten Weltkrieges besonders unruhig. Viel zu unruhig in den Augen der Besatzer. Über die gesamte Länge der Grenze hatten es die deutschen Grenzposten häufig mit Schmugglern, Spionen, Grenzgängern, Briefschmugglern, belgischen Kriegsfreiwilligen und anderen Widerstandskämpfern zu tun.  Die deutschen Truppen fühlten sich nicht mehr sicher genug und mussten daher größere Geschütze auffahren.

Von Knokke an der Küste bis zum Dreiländereck wurde die Grenze zu den Niederlanden mit einem elektrischen Grenzzaun gesichert. Zudem wurde dieser von rücksichtslosen Grenzposten bewacht, die in der Regel nicht zögerten, auf jemanden zu schießen, der es wagte, zu nahe an die Absperrung zu kommen.

Verschiedene Motive – u.a. Patriotismus, und manchmal auch Kapitalismus – brachten viele Menschen dazu, eine außergewöhnliche Kreativität an den Tag zu legen, mehr noch, sie zeugten von unsäglichem Mut, die Absperrung zu durchbrechen um damit doch in die Niederlande zu gelangen.

Der Vortrag befasst sich mit den Gründen für den Bau der elektrischen Absperrungen, die Konstruktion, die technischen Merkmale und die Art und Weise, wie einige Belgier dieses lebensbedrohliche Hindernis umgangen haben.

Des Weiteren wird über die zahlreichen Opfer berichtet, die unter deutschem Beschuss ums Leben gekommen sind, und über die unterschätzten Gefahren dieser tödlichen Grenzanlage.

Der Vortrag wird durch umfangreiches Film- und Fotomaterial unterstützt.

Realistische und fesselnde Abenteuer, deren grausame Wirklichkeit die Fiktion übersteigt.

Besuchen Sie für weitere Informationen die Homepage des Museums van de Vrouw.

Der Vortrag ist in niederländischer Sprache.